Existenzaufbau als Webentwickler

businessIrgendwann erwischt es jeden. Ich rede hier von einer schwarzen Strähne im Leben eines Webentwicklers. Es fängt immer damit an, das man sich entscheidet selbständig zu werden, füllt eine Menge von Anträgen, erstellt einen Business Plan, eröffnet eine Gewerbe und sendet alle Unterlagen an die IHK um einen Existenzgründungszuschuss zu bekommen. Ab dann wartet und wartet  man auf eine Antwort, was aber vergeblich ist…

So ist es auch bei mir gewesen, den ich Zahle praktisch schon alles, Angefangen von der Miete für die Wohnung, bis zu dem Autokredit und Krankenversicherung, alles aus “eigener Tasche” ab, von dem was ich mir jeden Monat verdiene, ohne jegliche Unterstützung. Ausgenommen von dem Steuerberater, den ohne den, wurde ich keinem Empfehlen Irgendwelche Unterlage, die an das Finanzamt gehen, auszufüllen. Leider reicht es aber nicht immer um es alles zu bezahlen, so wächst dieser Schuldenberg und man wird es nicht mehr so schnell wieder los. Die einzige Hoffnung ist die schnellstmögliche Auszahlung mit einer nachwirkenden Wirkung des Existenzgründungszuschusses. Denn meiner Meinung nach ist es auch dafür gedacht um die Existenzgründer in der erster Zeit zu Unterstützen, denn welch einer Existenzgründer kann sich von Anfang an, alles aus eigener Tasche alles von A bis Z leisten. Wie soll man auch neue Kunden finden, wenn man keine anderen Probleme im Kopf hat, außer Geldsorgen und Gedanken über die nächste Rechnung die in die Wohnung angeflogen kam. Und so wartet man auf ein Wunder und hofft dass die Behörden sich beeilen um endlich mal ohne Sorgen, eine Existenz anfangen zu können. Es kommen aber nur immer wieder neue Anträge an, an die, auch wenn man die wieder am nächsten Tag wegschickt, erst in 2 bis 4 Wochen eine Antwort bekommt. Und so wiederholt sich das immer wieder. Man verbringt jede Menge Zeit in den Ämtern, wodurch man wiederrum eine Menge an Zeit die man in die Arbeit stecken wollte verliert und es ändert sich nichts.

Es gibt zwar auch gute Seiten in den allem, immerhin hab ich in den Ämtern weitere 3 Existenzgründer kennengelernt, die zwar die gleichen Probleme haben wie ich, aber immerhin an einer Partnerschaft interessiert waren. Die Frage ist nur, ob es überhaupt irgendwann dazu kommen wird.

Das ist unsere Bürokratie, die ich manchmal so Hasse, dass kann sich keiner vorstellen…

Ein paar Tipps für die, die vielleicht irgendwann mal Selbständig werden wollen:

  1. Lassen Sie sich immer und für jede Sache, die Ihnen vielleicht in der erste Zeit unwichtig erscheint, eine schriftliche Bestätigung geben, ein Stempel reicht aber meistens auch aus, das die Unterlagen in Kenntnis genommen wurden.
  2. Lassen Sie Ihre Anträge und den Business Plan von einem Spezialisten bzw. einem Existenzberater anschauen, dieser kann Ihnen auch weiterhelfen beim Business Plan schreiben, wenn dieser noch nicht vorhanden ist!
  3. Nehmen Sie einen Steuerberater in Anspruch, vor allem mit den Anträgen, die an das Finanzamt gehen. Denn das erspart im Nachhinein eine Menge Ärger!
  4. Eröffnen Sie ein Geschäftskonto, damit haben Sie später weniger Probleme, wenn jedes einzelnes Cent gezählt bzw. versteuern werden muss. Somit sparen Sie sich später die Trennung und Nachweisung von Privat und Geschäftskosten die über Konto verwaltet wurden.
  5. Stellen Sie sich ein, dass die erste paar Monate sehr hart werden!

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